Erfahrung der Schwangerschaft und der Geburt aus der Sicht eines Erwachsenen

 Für die Genesung ist es nie zu spät. Am Beispiel des Kaiserschnitts.

Zu den zwei wichtigsten Ereignissen im Leben eines Menschen gehören der Tod und die Geburt, Momente des Übergangs. Sowohl der Moment des „Zur-Welt-Kommens” als auch des Abgangs sollten sorgfältig geplant werden, denn sie unterliegen bestimmten Regeln.

Zu einer Geburt kann es „zu früh”, „zu spät” oder „zu schnell” kommen. Eine „zu schnelle Geburt“ kann eine schwierige Erfahrung für den Geist sein, denn während der Vaginalgeburt versucht er, mit dem Körper des Kindes in Verbindung zu treten. Zu den Folgen einer „zu schnellen Geburt”, zu der auch der Kaiserschnitt zählt, können körperliche und psychische Probleme gehören, die bestimmte Auswirkungen im Erwachsenleben haben können.

Die plötzliche, unerwartete Geburt

Der Kaiserschnitt ist eine Erfahrung, in der das innere Programm des Schwangerschaftsverlaufs unterbrochen wird. Das Kind im Mutterleib ist gerade dabei, sich auf die  Geburt vorzubereiten, wenn „ein Fremder” eine Reihe von Handlungen unternimmt, die zum Ziel haben, das Kind aus dem Mutterleib herauszunehmen.

Das Kind empfindet: „Ich muss drücken und kämpfen. Solange ich es nicht tue, werde ich nicht zur Welt kommen”. Sich aus dem engen Mutterleib zu befreien, ist ein zentrales Bedürfnis des Kindes.

Das unterbrochene Muster „des Kampfes, den Mutterleib selbständig zu verlassen” kann folgende Auswirkungen auf das Leben eines Erwachsenen haben:

  als Kinder schmiegen sich nicht gern an jemanden,

  als Erwachsene haben sie Probleme, nahe Relationen zu bilden und sie aufrechtzuerhalten. Fühlen sie sich geliebt, bekommt das alte Muster, die Nähe zu vermeiden, die Oberhand und sie empfinden das Bedürfnis, die vertraute Person zu verlassen. Sobald sie jedoch diese verlassen haben, möchten sie in die Arme der vertrauten Person zurückkommen. Meistens ist es aber zu spät. Eine junge Frau, die ihren Freund sechs Mal verlassen hat, wurde von ihrem langjährigen Partner, der es satt hatte, „verlassen zu sein“, letztendlich verlassen.

  Sie empfinden ein überwältigendes Bedürfnis, die Beziehung sofort zu beenden, sobald sie anfangen, das Gefühl der Vertrautheit und Verbindung mit einer anderen Person zu spüren. Sie müssen wissen, wo sich „ein Notausgang” befindet und ihn in Sichtweite behalten.

  Menschen, die eine „zu schnelle, plötzliche” Geburt erfahren haben, können im Erwachsenenleben mit Aggression auf Situationen reagieren, wenn ihr psychischer Lebensraum eingeengt wird und wenn sie um ihr Territorium kämpfen müssen.

Asthma bei den Kindern

Während des Geburtsverlaufs kann das Kind anfangen „zu schnell zu atmen”, sonst könnte es ersticken. Der richtige Geburtsverlauf setzt voraus, dass das Kind nach dem Verlassen des Geburtskanals zu atmen anfängt.

Der Schock, den das Kind in dem Moment erlebt, wenn es sich „draußen, außerhalb des Mutterleibes“ befindet und wo es kalt und nass ist“, genügt normalerweise, um die Funktion der Lungen zu aktivieren. Sollte das Kind zu schnell zur Welt kommen, wartet das angeborene Programm des Geburtsverlaufs auf die „Aktivierung”, was im späteren Leben eine Asthma zur Folge haben kann. Jedes Mal, wenn das Kind Stress empfindet, kann sein Körper diese Erfahrung als Erinnerung an die Geburt interpretieren.

Die Kehle des Kindes krampft sich und so entsteht die sog. „Kinderasthma“, die sich nachts aktiviert, wenn das Unterbewusstsein des Kindes aktiv ist. Das Muster der Reaktion auf den Stress durch den Atemausfall und Kehlekrampf” kann beim Sport oder einem schnellen Lauf zum Ausdruck kommen.

Den natürlichen Atem des Kindes kann all das beeinträchtigen, was von dem Unterbewusstsein des Kindes rekonstruiert wird und an die Geburt erinnert. Bei Erwachsenen kann es in Form der wiederkehrenden Bronchitis zum Ausdruck kommen.

Art der Geburt Mögliche Folgen im Leben eines Erwachsenen

Unterbrechung „des primären eigentlichen Geburtsverlaufs” durch :

-eine künstliche Geburtseinleitung

-die Narkose der Mutter, den Bewusstseinsverlust

-Beckenendlage des Kindes

-Platzangst

-Angst in den Situation, wenn man „warten” muss

-Ausdrucksschwierigkeiten

-Menstruationstörungen

-Unharmonische Gefühle

-Überempfindlichkeit

-Gereiztheit

Schwellung, Flüssigkeitsansammlung im Geburtskanal

Verschlucken mit Fruchtwasser hat zur Folge eine Hyperaktivität und eine schnelle Mobilisierung der Bronchien, um das Leben des Säuglings zu retten

In Stresssituationen oder bei großer Belastung kann es zu:

-Atemstörungen

-Asthmaanfällen „Hilfe, ich ersticke im Fruchtwasser!” kommen

  Steckenbleiben im Geburtskanal

 Schädliche Gedankenmuster der Reaktion in Stresssituationen:

-„Ich schaffe es nicht”

-„Es hat keinen Sinn, es geht nichts voran”

-Verzweiflung, Entmutigung

Zu lange andauernde Kontraktionen:

Der Säugling kommt zur Welt geschwächt und erschöpft, auf Energiereserven

Folgen der primären Angst in Stress- und Gefahrsituationen:

-Entmutigung

-Müdigkeit, verlangsamte Reaktionen

-der geborene Pessimist

-niedrige Toleranz auf Frust, große Reaktionsfähigkeit

-Hyperaktivität

-Konzentrationsprobleme

 Ersticken, Nabelschnur gewickelt um das Kind

-Probleme beim Atmen

-Hilfslosigkeit

-Angst vor vertrauten Beziehungen mit Menschen

-das Gefühl eingeengt, eingepfercht zu sein

 Erfahrung des Kaiserschnitts, Geburt unter Narkose

-Angst, die mit einem plötzlichen Leeregefühl in Verbindung steht

-Angst, „erdrückt“ zu werden

-Gefühl: in meinem Leben muss etwas Entscheidendes passieren

-Gefühl: ich kann nichts machen

-Atemprobleme

-Schwierigkeit die Frust zu ertragen

 Frühgeburt

-Angst vor offenen Räumen

-Angst vor dem Verlassen der sicheren, geschützten Räumen

-Trennungsängste

-Überempfindlichkeit bei plötzlichen, unerwarteten Veränderungen im Leben

 eine zu schnelle Geburt

-Sehnsucht danach, herauskommen zu wollen,

-das Gefühl nicht vorwärts zu kommen

-Nackenschmerzen,

-Platzangst

-Höhenangst

-Hyperaktivität

-Konzentrationsprobleme

-ADHS

-Depression

-Abneigung gegen Umarmung

-Allergien

Bibliographie:
Die Pränatale Wurzel psychosomatischer Krankheitsbilder und Symptome (PDF); Erschienen in psychosozial Nr.134, Heft IV (2013) Herausgeber Ludwig Janus